Zahnfleischbluten – Was ist das und was kann ich tun?

Parodontalerkrankungen werden in Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) unterteilt. Die Gingivitis ist das früheste und am einfachsten zu behandelnde Stadium der Parodontalerkrankung. Wenn die Zahnfleischentzündung ignoriert wird, kann sich eine Parodontitis entwickeln, mit Zahnverlust als Endstadium.

Was sind die Ursachen und Symptome einer parodontalen Erkrankung? Wie ist die Behandlung?

Parodontalerkrankungen werden in Gingivitis und Parodontitis unterteilt. Die Gingivitis ist das früheste und am einfachsten zu behandelnde Stadium der Parodontalerkrankung. Wenn eine Zahnfleischentzündung vernachlässigt wird, kann sie sich auf das Gewebe ausbreiten, das die Zähne stützt, d. h. auf die Kollagenfasern, die die Zähne mit dem Knochen verbinden, sowie auf den sie umgebenden Knochen.

Wenn dieser Zustand auftritt, spricht man von einer Parodontitis, die eine ernste Erkrankung ist. Eine unbehandelte Parodontalerkrankung führt zur Zerstörung des Gewebes, das den Zahn umgibt. Das Zahnfleisch geht zurück, die Zahnhälse und -wurzeln werden freigelegt. Die Zähne, die keinen Halt mehr haben, beginnen sich zu bewegen, verrenken sich und fallen schließlich aus.
Ursachen und Risikofaktoren

Die Parodontitis entwickelt sich auf der Basis einer lang anhaltenden und unbehandelten Gingivitis. Dies ist ein unumkehrbarer Prozess. Neben dem Zahnfleisch werden auch der Knochen und die Bänder des Zahns geschädigt.

Gut zu wissen:

Die Hauptursache für Gingivitis ist unzureichende oder falsche Mundhygiene (ca. 90% der Fälle). Wenn Sie Ihre Zähne zu wenig oder unsachgemäß putzen, bildet sich Plaque auf Ihren Zähnen. Zahnbelag ist eine weiche Ablagerung, die aus Speiseresten und Bakterien besteht. Es haftet fest an der Zahnoberfläche, kann aber durch Bürsten entfernt werden. Wenn Plaque jedoch nicht entfernt wird, härtet sie mit der Zeit aus und wird zu Zahnstein. Die sich ansammelnde Plaque ist eine Quelle von Toxinen, die direkt für den Entzündungsprozess verantwortlich sind. Für die bestmögliche Pflege Ihres Zahnfleisches wählen Sie eine Schallzahnbürste.

Andere Ursachen für parodontale Erkrankungen sind:

• Bruxismus
• Malokklusionen
• Unsachgemäß ausgeführte Füllungen und prothetische Versorgungen
• Diabetes
• Stoffwechselkrankheiten
• mechanische Schädigung des Zahnfleisches, z. B. durch den Verzehr harter Nahrung oder zu starkes Schrubben der Zähne
• häufiges Erbrechen – bedeutet eine übermäßige Menge an Säure in den Mund, und dies führt zu der Ätzung der Schleimhaut. Es bilden sich tiefe Grübchen und das Zahnfleisch wird schwach
• Medikamente, die Epilepsie-Patienten verabreicht werden, Kalziumkanalblocker, d. h. Präparate, die zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt werden, Antibiotika (Cephalosporine)
• Mangel an Vitaminen – hauptsächlich der Gruppe B und C

Parodontalerkrankungen betreffen nicht nur ältere Menschen, die einen langsamen Verlauf haben, sondern auch junge Menschen, sogar vor dem 30. Dann spricht man von einer aggressiven Form, bei der die Zerstörung des Knochengewebes innerhalb von 3 Monaten 2 mm erreichen kann, was oft mit einem Defekt im Immunsystem des Patienten verbunden ist.
Symptome

Eine Entzündung kann sich bereits nach 3-4 Tagen entwickeln, wenn die Plaque nicht entfernt wird. Dann wird das Zahnfleisch:
Das erste alarmierende Symptom einer Entzündung des Gewebes, das die Zähne umgibt, ist das Bluten aus dem Zahnfleisch beim Putzen oder bei einer zahnärztlichen Untersuchung in Form einer Sondierung der Zahnfleischtasche.

Typisch ist:

Empfindlichkeiten
• Geschwolles Zahnfleisch
• Gerötetes Zahnfleisch
• Zahnfleisch neigt zu Blutungen beim Putzen und beim Verzehr auch nicht sehr harter Speisen
• Überempfindlichkeit der Zahnhälse gegen Hitze und Kälte
• Trockenheit, schlechter Geschmack und schlechter Atem
• Absenkung der Zahnhälse
• Lockerung der Zähne

Der Patient beginnt beim Anblick von blutendem Zahnfleisch, die Zähne seltener zu putzen. Es scheint, dass wir durch den Stopp der Reinigung dem erkrankten Zahnfleisch erlauben, zu heilen. Es kann nichts Schlimmeres passieren. Wenn wir unsere Zähne weniger gründlich putzen, schließt sich der Teufelskreis. Die Plaque wird immer dicker, bakterielle Toxine reizen das Zahnfleisch, so dass es noch mehr blutet.

Behandlung

Wenn eine Gingivitis auftritt, sollten Sie Ihren Zahnarzt aufsuchen, der zunächst den Zahnstein und die Plaque entfernt.

Tritt eine Gingivitis auf, ist der erste Schritt eine entzündungshemmende Behandlung (ähnlich wie bei der Gingivitis), die die Ursache der Erkrankung beseitigt. Der nächste Schritt ist die Reparatur- und Regenerationsbehandlung der geschädigten parodontalen Strukturen, um die Auswirkungen der Erkrankung zu beseitigen. All dies wird von uns professionell behandelt.

https://muelheimdental.de/behandlung/parodontologie/

Wie kann ich Parodontitis verhindern?

Sie sollten regelmäßig Ihren Zahnarzt besuchen und natürlich ist auch die richtige Mundhygiene wichtig, bestehend aus einer guten Zahnputztechnik und der Verwendung von Zahnseide.

Vor allem die in der Zahnarztpraxis professionell durchgeführten Hygienisierungsmaßnahmen wie Zahnreinigungen und unterstützende Parodontaltherapien sind essentiell wichtig für ein gutes Ergebnis der Behandlung und Vorsorge.

 

Unter folgenden Links gibt es noch gute Informationen von Fachgesellschaften; auch in Form von Videos:

https://www.dgparo.de/patientenportal

https://www.apotheken-umschau.de/Parodontitis